In der Oberlausitz am 5. April 2015 [Ostersonntag]

Geschichte

Ursprünglich ritten die heidnischen Slawen im Frühjahr um ihre Felder, um die bösen Geister (des Winters) zu vertreiben und um für eine gute Ernte zu bitten. Dieser, nicht nur slawische Brauch - heilt sich bis über die Zeit nach der Christianisierung in seiner ursprünglichen Bedeutung. Auch heute noch kann man dies in Ostro beobachten, wo die Männer vor dem eigentlichen Osterritt frühmorgens die Felder umreiten.

Wie vielen ursprünglich heidnischen Festen wurde auch dem Osterreiten nach der Christianisierung der Elbslawen eine neue Bedeutung gegeben. Zum Vergleich: Weihnachten liegt nicht zufällig nur 3 Tage nach der Wintersonnenwende). Aus dem ursprünglichen Umritt der Felder wurde eine Prozession zu Ehren des Auferstandenen. Gemeinsam mit vielen anderen Bräuchen spiegelt auch das Osterreiten den Ablauf des bäuerlichen Arbeitsjahres und die Bedürfnisse und Wünsche der einfachen Dorfbewohner wider. Im Laufe der Jahrhunderte wurde es fest mit dem kirchlichen Kalender verwoben.

Erstmalig wurde das Osterreiten 1541 erwähnt.

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